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Warum haben wir ein Problem mit der Plastikepidemie? Und warum ist es so schwer, daran etwas zu ändern? Hier findest du viele Fakten, Hintergründe und neueste wissenschaftliche Ergebnisse. Wissen ist die Basis. Denn wenn wir Lösungen entwickeln wollen, müssen wir zuerst verstehen, worum es genau geht.Welche Arten von Plastik gibt es? Was ist Bio-Plastik und warum ist nicht jedes Bio-Plastik auch wirklich Bio? Und wie weit sind wir mit Circular Economy und Zero Waste?Fehlt dir hier etwas? Dann stelle deine Fragen an unsere Expertinnen bzw. Menschen aus deiner Region 😉!

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Seit über 100 Jahren wurden Milliarden Tonnen Kunststoffe hergestellt, die meist nur einmal verwendet werden. Ursprünglich als Materialinnovation auf Grund vieler positiver Eigenschaften enorm gefeiert, führt die extensive Massennutzung von Plastik in allen Bereichen mittlerweile zu erheblichen Problemen. Plastik ist extrem billig und in unterschiedlichen Mischungen extrem vielseitig. Jedoch ist es schlecht abbaubar und auf Grund der unendlichen Vielfalt der Mischungen leider kaum recycelbar. Einmal in die Natur gelangt, zersetzt es sich in teilweise hunderten Jahren in immer kleinere Stücke (Mikro- und Nano-Plastik). Wirklich abgebaut wird es aber nicht. Meerestiere verfangen sich in treibenden Geisternetzen. Vögel, die Plastikteile als Nistmaterialien nehmen, strangulieren sich darin. Vögel und Tiere, die Plastikteile als Futter verwechseln, verhungern, weil ihr Bauch mit Plastik gefüllt ist. Der Einfluss der hormonell wirksamen Stoffe des Plastiks führt zu einer Feminisierung, auch zu einer reduzierten Reproduktionsfähigkeit. Im Wasser wie auch auf Äckern und selbst im Menschen wurden bereits wesentliche Spuren von Mikroplastik festgestellt. Und doch geht die Industrie von einem exponentiellen Wachstum der Plastikindustrie-Branche aus.

Es gibt 7 Arten von Kunststoffen:
1. PET oder PT oder Polyester (Polyethylenterephthalat) z.B. für Lebensmittel- und Getränkeverpackungen
2. HDPE (High-Density Polyethylen) z.B. für Einkaufstüten, undurchsichtige Milch-, Saftbehälter, Shampooflaschen und Medizinbehälter
3. PVC (Polyvinylchlorid) z.B. für Spielzeug, Blisterfolie, Frischhaltefolie, Waschmittelflaschen, Loseblattbinder,  medizinische Schläuche
4. LDPE (Polyethylen niedriger Dichte) z.B. für Beutel zur Aufbewahrung von Lebensmitteln, Behälterdeckel, quetschbare Flaschen (z.B. für Honig, Senf)
5. PP (Polypropylen) z.B. für Warmwasserbehälter
6. PS (Polystyrol) z.B. für Lebensmittelbehälter, Eierkartons, Einwegbecher und -schalen, Verpackungen, Fahrradhelme
7. Sonstige: Kunststoffe, die mit anderen Kunststoffen wie Biokunststoffen beschichtet oder gemischt wurden, z.B. Pflanztöpfe

Nein, es hat bestimmte Funktionen, die es uns ermöglichen, Geräte wie Computer, Mobiltelefone und Autos herzustellen. Das Problem ist vor allem die einmalige Verwendung von Kunststoffen wie u.a. Plastiktüten, Flaschen, Lebensmittelbehälter. Wir müssen darauf achten, dass Plastik kreislaufförmig designt wird, damit kein Plastik mehr in der Umwelt landet.

Bio-Plastik ist ein nicht geschützter Begriff. Biokunststoff besteht aus biobasierten Materialien, die meist aus biologischen Substanzen und nicht aus Erdöl hergestellt werden. Sobald eine Materialkomposition auch nur als kleinen Bestandteil ein abbaubares Material enthält, wie z.B. Maisstärke oder Bambusfaser, darf es als Bio-Plastik bezeichnet werden. Das sagt noch nichts über die Abbaubarkeit des Materials aus.

Selbst der Zusatz „Kompostierbar“ wie z.B. bei Maisstärke basierten Müllbeuteln oder To-Go-Bechern zu finden, bedeutet nicht, dass das Material in die grüne Tonne oder sogar auf den eigenen Heimkompost gegeben werden kann. Denn sie benötigen einen Kompostierzyklus von 8 Wochen, während die Kompostieranlagen in Deutschland nur mit Zyklen von 6 Wochen arbeiten. Gleichzeitig lassen sich kompostierbare Mülltüten optisch nicht eindeutig von regulären Plastikbeuteln unterscheiden, was der Sortieranlage zusätzlich Schwierigkeiten bereitet.

Circular Economy bedeutet Kreislaufwirtschaft. Sie ist eine Strategie zur Wiederverwendung von Produkten und Materialien durch Reduzierung des Verbrauchs von Abfällen und natürlichen Ressourcen. Es geht darum, den industriellen Prozess so zu verändern, dass keine Abfallprodukte entstehen, sondern Ressourcen wiederverwendet werden können. Dies ist vor allem wichtig, damit  das ökologische System nicht mehr negativ beeinflusst wird, sei es durch den extensiven Abbau an Ressourcen oder die Vermüllung unserer Umwelt.

Zero Waste ist eine umweltfreundliche Lösung gegen die Umweltverschmutzung durch Reduzierung des Kunststoffverbrauchs und durch sinnvolles Recycling von Materialien und Rohstoffen. Dadurch wird der Verbrauch von Energie und natürlichen Ressourcen reduziert. Ein großes Anliegen der Zero Waste Gruppen ist es, die Abfallmengen zu reduzieren, damit kein Müll in der Umwelt landet.